Industriemechaniker/-in
Ansprechpartner: Frau Luongo-Schnitzler
Bereichsleiter: Herr Langenscheidt (Metalltechnik)
Was machen Industriemechaniker/-innen?
Für wen ist der Job geeignet?
Was ist besonders gut?
Wie ist die Ausbildung aufgebaut?
Was kann ich aus dem Beruf später einmal machen?
Kurzinfo
Was machen Industriemechaniker/-innen?
Fast jedes Industrie-Unternehmen braucht sie in seinen Produktionshallen.
Sie sorgen dafür, dass die Maschinen und Produktionsanlagen "rund
laufen". Ganz gleich, ob in der chemischen Industrie, der
Maschinenbau-Industrie oder zum Beispiel der Uhren- und Messgeräteindustrie ?
Industriemechaniker arbeiten in allen Branchen. Sie stellen Maschinen und
Fertigungssysteme her, warten sie oder kontrollieren den Produktionsablauf. Viel
Fingerspitzengefühl zeigen sie bei der Herstellung feinmechanischer Geräte,
wie zum Beispiel von Messgeräten. Bei den vielseitigen Aufgaben ist klar, dass
Industriemechaniker in unterschiedlichen Fachrichtungen ausgebildet werden:
- Produktionstechnik
- Betriebstechnik
- Maschinen- und Systemtechnik
- Geräte- und Feinwerktechnik
Industriemechaniker der Fachrichtung Produktionstechnik ...
- richten automatisierte Produktionsanlagen und Fertigungssysteme ein und
nehmen sie in Betrieb
- überwachen den Fertigungsablauf, z.B. den Arbeitsablauf von mechanischen
Steuerungen, Störungsanzeigen und ganzen Produktionsanlagen
- erkennen Störungen, wie z.B. Heißlaufen von Lagern, Undichtigkeiten an
Leitungssystemen und beseitigen sie
- prüfen regelmäßig die Qualität der Produktionsergebnisse und optimieren
den Produktionsablauf
- sorgen dafür, dass dem Produktionssystem ausreichend Materialien, wie z.B.
Rohstoffe, Werkstücke zugeführt werden
- entsorgen z.B. Späne, Kühl- und Schmiermittel oder Bearbeitungsrückstände
Sie arbeiten für ...
- Industriebetriebe, z.B. in der Fertigung oder Qualitätskontrolle
Dort werden sie in der Regel auch ausgebildet.
Industriemechaniker der Fachrichtung Betriebstechnik ...
- sorgen für die Betriebsbereitschaft von Maschinen und Anlagen, wie z.B. Fördereinrichtungen,
Aufzüge, Turbinen, Kranen
- inspizieren, warten und setzen Maschinen und Anlagen instand
- passen Betriebsanlagen, wie z.B. Fördersysteme, an neue Produktionsaufträge
an oder erweitern sie
- montieren und demontieren Teile und Baugruppen
- beheben Störungen
- prüfen, ob Maschinen nach Wiederinbetriebnahme funktionieren
Sie arbeiten für ...
- Industriebetriebe aller Branchen in der Wartung und Instandsetzung von
Maschinen, Fördereinrichtungen, Aufzügen usw.
Dort werden sie in der Regel auch ausgebildet.
Industriemechaniker der Fachrichtung Geräte- und Feinwerktechnik ...
- stellen kleine und sehr präzise arbeitende Baugruppen, Geräte und Systeme
her und halten sie instand
- bearbeiten dazu Werkstücke durch Spanen (z.B. Bohren, Schleifen) mit Hilfe
von Maschinen und per Hand
- biegen Feinbleche und dünne Rohre
- montieren die Bauteile und Geräte (z.B. Fotoapparate) und arbeiten dabei
mit feinsten Messgeräten oder Lupen
- überprüfen die Funktion der Geräte
- halten Geräte instand und warten sie
Dort werden sie in der Regel auch ausgebildet.
Sie arbeiten für ...
- Hersteller von verschiedenen Geräten und Systemen, wie z.B.
- Justier-, Mess-, Wäge und Zähleinrichtungen
- Bürotechnik
- Foto- und Filmtechnik
- medizinische und optische Geräte
- Mess- und Zähleinrichtungen
Dort werden sie in der Regel auch ausgebildet.
Industriemechaniker der Fachrichtung Maschinen- und Systemtechnik ...
- montieren nach technischen Zeichnungen Einzelteile zu Baugruppen, z.B.
Zahnräder, Schrauben, Wellen usw. zu Getrieben
- arbeiten dabei mit feinsten Messgeräten, Schraubenschlüsseln und
Montage-Hilfsgeräten
- bearbeitet Einzelteile durch Trennen, Formen und Fügen
- nehmen Maschinen und Systeme, also Fertigungsanlagen, die z.B. aus
einzelnen Maschinen bestehen, in Betrieb und überprüfen deren Funktion
- halten die Maschinen instand und übernehmen die Generalüberholung
Sie arbeiten für ...
Dort werden sie in der Regel auch ausgebildet.
Für wen ist der Job geeignet?
Bewerber sollten ...
- an Technik interessiert sein
- genau und sorgfältig arbeiten
- gerne im Team arbeiten
- gutes Hör- und Sehvermögen haben
Was ist besonders gut?
- Einsatzmöglichkeiten in allen Branchen, wie z.B. Textilindustrie, Bergbau,
Chemische Industrie usw.
- Industriemechaniker der Fachrichtung Maschinen- und Systemtechnik haben gute
Möglichkeiten auf Montage im Ausland zu arbeiten.
Wie ist die Ausbildung aufgebaut?
Zugangsvoraussetzung
Grundsätzlich ist keine bestimmte Vorbildung für den Lehrbeginn
vorgeschrieben. Die meisten Betriebe erwarten aber mindestens den
Hauptschulabschluss, manche auch die Fachoberschulreife (Mittlere Reife). Vor
dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres findet eine Zwischenprüfung statt. Die
Ausbildung endet nach dreieinhalb Jahren mit bestandener Abschlussprüfung.
Ausbildungsvergütung
Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist je nach Wirtschaftsbereich und
Region, manchmal sogar je nach Unternehmen sehr unterschiedlich. Die jeweiligen
Tarifpartner, also die Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften, vereinbaren, wie
viel Sie während und nach Ihrer Ausbildung verdienen. Sie können genaue
Auskünfte geben. Welcher Arbeitgeberverband bzw. welche Gewerkschaft für den
Ausbildungsberuf zuständig ist, erfährt man zum Beispiel bei der Industrie-
und Handelskammer, beim Berufsverband oder auch beim Arbeitsamt vor Ort.
Was kann ich aus dem Beruf später einmal machen?
Eine berufliche Ausbildung ist der erste Schritt ins Berufsleben. Danach
geht?s weiter, beispielsweise als Industriemeister der Fachrichtung Metall.
Ziel kann natürlich auch die berufliche Selbständigkeit sein. Klar ist: Keiner
muss sein Leben lang immer im gleichen Job dasselbe tun. Im Gegenteil: Wer
heutzutage gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt bzw. als selbständiger Unternehmer
haben will, muss flexibel sein und sich regelmäßig weiterbilden. Es gibt jede
Menge Lehrgänge, Kurse oder Seminare, um sich zu spezialisieren, z.B.
- Werkstofftechnik
- Fertigungsplanung und ?steuerung
- Metallbe- und ?verarbeitung
- EDV-Anwendung
Unter bestimmten Voraussetzungen, z.B. mehrjähriger Berufserfahrung, sind
verschiedene Fort- und Weiterbildungen möglich, u.a.:
- Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis)
- Industriemeister/-in Metall
- Techniker/-in Maschinenbau
- Techniker/-in Feinwerktechnik
Nach dem Besuch einer Fachoberschule ist das Studium an einer Fachhochschule
(FH) möglich, u.a.:
- Bachelor of Engineering (früher Dipl.-Ingenieur/-in Maschinenbau (FH))
Kurzinfo
Industriemechaniker ...
... stellen Maschinen und Fertigungssysteme her, warten sie oder überwachen
den Produktionsablauf. Je nach Fachrichtung stellen sie auch feinmechanische Geräte,
wie z.B. Messgeräte her.
Besonders gut ist ...
... Einsatzmöglichkeiten in allen Branchen zu haben, wie z.B.
Textilindustrie, Bergbau, Chemische Industrie usw.
Bewerber/-innen sollten ...
... an Technik interessiert sein, genau und sorgfältig arbeiten, gerne im
Team arbeiten, gute Noten in Mathematik haben, gutes Hör- und Sehvermögen haben
Dauer der Ausbildung?
3,5 Jahre
Wer bildet aus?
Industriebetriebe aller Branchen
Verdienst während der Ausbildung und im Beruf?
Auskünfte dazu geben Kammer, Arbeitsamt, Berufsverband, Arbeitgeberverband
und Gewerkschaft.
Berufliche Aufstiegschancen?
z.B.: Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis),
Industriemeister/-in Metall, Techniker/-in Maschinenbau, Techniker/-in
Feinwerktechnik, Dipl.-Ingenieur/-in
Die Inhalte dieses Berufsbildes beruhen auf Informationen des
Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie.
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