Modellbaumechaniker/-in
Ansprechpartner: Herr Langenscheidt
Bereichsleiter: Herr Langenscheidt (Metalltechnik)
Was machen Modellbaumechaniker/-innen?
Für wen ist der Job geeignet?
Was ist besonders gut?
Wie ist die Ausbildung aufgebaut?
Was kann ich aus dem Beruf später einmal machen?
Kurzinfo
Was machen
Modellbaumechaniker/-innen?
Werkzeuge, Maschinen- und oder Karosserieteile werden in Gießereien in
hoher Zahl hergestellt. Diese gegossenen Werkstücke müssen millimetergenau
stimmen, damit sie z.B. in eine Maschine eingepasst oder mit den restlichen
Karosserieteilen verbunden werden können. Damit der Former eine Gießform
erstellen kann, wird zunächst ein Modell hergestellt. Dies ist die Aufgabe des
Modellbaumechanikers. Er stellt Modelle aus Metall, Holz, Kunststoff oder
anderen Werkstoffen her. Seine maßgenaue Arbeit führt er per Hand und
maschinell aus. Dabei orientiert er sich an technischen Zeichnungen, die er
"haargenau" umsetzt.
Die Ausbildung findet in einer der zwei Fachrichtungen statt:
- Gießereimodellbau
- Karosseriemodellbau
Modellbaumechaniker ....
- lesen technische Zeichnungen, Tabellen, Handbücher oder auch
Bedienungshinweise und wenden sie an
- berücksichtigen bei ihrer Arbeit Maß-, Form- und Lagetoleranzen (legt
fest, wie groß die Abweichung vom Sollmaß sein darf) sowie die
Beschaffenheit von Oberflächen
- fertigen Planungsunterlagen für Modelle sowie, Skizzen und Stücklisten
(Auflistung aller Einzelteile, die man zur Herstellung benötigt) an
- messen Längen, Winkel und die Ebenheit von Flächen mit unterschiedlichen
Instrumenten und nach unterschiedlichen Verfahren, wie z.B. Messschiebern,
Winkellehren und Lichtspaltverfahren
- unterscheiden Eisen- und Nichteisenmetalle, Holzarten, Kunststoffe und
Kunstharze
- warten Geräte und Maschinen
- stellen Modelle und Schablonen her
- schaben, schleifen und polieren Oberflächen
- spachteln, grundieren und lackieren Oberflächen nach unterschiedlichen
Verfahren
- führen Qualitätsprüfungen durch
Modellbaumechaniker der Fachrichtung Gießereimodellbau
- erstellen Planungsunterlagen für Modelle
- stellen Modelle aus unterschiedlichen Materialien her
- unterscheiden verschiedene Gießsysteme (z.B. Einguss-, Kühlungs- und Entlüftungssyteme)
- kennen den Einfluss verschiedener Verfahren für die Herstellung der
Gussformen
Modellbaumechaniker der Fachrichtung Karosseriemodellbau
- zeichnen Karosseriemodelle
- wählen Werkstoffe zur Herstellung von Karosseriemodellen aus
- stellen Karosseriemodelle her
Modellbaumechaniker arbeiten für ...
- Gießereien
- Automobilindustrie
- Modellbauwerkstätten
Für wen ist der Job geeignet?
Bewerber sollten ...
- sehr genau arbeiten können
- handwerklich geschickt sein
- gutes räumliches Vorstellungsvermögen haben
- gerne mit modernen rechnergestützten Verfahren arbeiten
Was ist besonders gut?
- man sieht seine Arbeitsleistung
- die Arbeit mit unterschiedlichen Werkstoffen, wie Holz, Metall und
Kunststoff
Wie ist die Ausbildung aufgebaut?
Zugangsvoraussetzung
Grundsätzlich ist keine bestimmte Vorbildung für den Lehrbeginn
vorgeschrieben. Die meisten Betriebe erwarten aber einen Hauptschulabschluss
Die Ausbildung erfolgt zu gut zwei Dritteln in Form einer gemeinsamen
beruflichen Fachbildung. Im dritten und vierten Ausbildungsjahr erfolgt eine
Spezialisierung in einer der Fachrichtungen:
- Gießereimodellbau
- Karosseriemodellbau.
Vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres findet eine Zwischenprüfung
statt.
Die Ausbildung endet nach dreieinhalb Jahren mit bestandener Abschlussprüfung.
Ausbildungsvergütung
Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist je nach Wirtschaftsbereich und
Region, manchmal sogar je nach Unternehmen sehr unterschiedlich. Die jeweiligen
Tarifpartner, also die Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften, vereinbaren, wie
viel Sie während und nach Ihrer Ausbildung verdienen. Sie können Ihnen genaue
Auskünfte geben. Welcher Arbeitgeberverband bzw. welche Gewerkschaft für Ihren
Ausbildungsberuf zuständig ist, erfahren Sie zum Beispiel bei Ihrer Industrie-
und Handelskammer, beim Berufsverband oder auch beim Arbeitsamt vor Ort.
Was kann ich aus dem Beruf später einmal machen?
Eine berufliche Ausbildung ist der erste Schritt ins Berufsleben. Danach geht.s
weiter, beispielsweise als Industriemeister. Ziel kann natürlich auch die
berufliche Selbständigkeit sein.
Klar ist:
Keiner muss sein Leben lang immer im gleichen Job dasselbe tun.
Im Gegenteil:
Wer heutzutage gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt bzw. als selbständiger
Unternehmer haben will, muss flexibel sein und sich regelmäßig weiterbilden.
Es gibt jede Menge Lehrgänge, Kurse oder Seminare, um sich zu
spezialisieren, z.B.:
- Modelltischler/-in
- Gießereileitung
- Vorarbeiter/-in
- Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis)
Unter bestimmten Voraussetzungen, z.B. mehrjähriger Berufserfahrung, sind
verschiedene Fort- und Weiterbildungen möglich, u.a.:
- Techniker/-in
- Industriemeister/-in
Kurzinfo
Modellbaumechaniker ...
... stellen Modelle und Schablonen für Gießereien her, wenden technische
Zeichnungen, Tabellen, Handbücher oder auch Bedienungshinweise an, fertigen
Planungsunterlagen für Modelle, messen Längen, Winkel und die Ebenheit von Flächen
mit unterschiedlichen Instrumenten.
Besonders gut ist ...
... vielfältige Tätigkeit im Büro, im Warenlager und vor Ort beim Kunden,
eigenverantwortliches Arbeiten.
Bewerber/-innen sollten ...
...sehr genau arbeiten können, handwerklich geschickt sein, gutes räumliches
Vorstellungsvermögen haben, gerne mit modernen rechnergestützten Verfahren
arbeiten.
Dauer der Ausbildung?
3,5 Jahre
Wer bildet aus?
Gießereien, Automobilindustrie, Modellbauwerkstätten
Verdienst während der Ausbildung und im Beruf?
Auskünfte dazu geben Kammer, Arbeitsamt, Berufsverband, Arbeitgeberverband
und Gewerkschaft.
Beruflicher Aufstieg
z.B.: Industriemeister, Techniker
Die Inhalte dieses Berufsbildes beruhen auf Informationen des
Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie.
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