Berufsfachschule (zweijährig) mit Fachhochschulreife,
Berufsfeld Elektrotechnik


Ansprechpartner:  Herr Müller


Aufgabe und Ziel
Diese Form der Berufsfachschule will Schulabgängern der allgemein bildenden Schulen grundlegende berufliche Kenntnisse aus der Elektrotechnik bieten und gleichzeitig die Möglichkeit schaffen, die Fachhochschulreife zu erwerben. Der Schwerpunkt kann gewählt werden zwischen:

  • Informations- und Telekommunikationstechnik
    Damit können die Jugendlichen ein Fachhochschulstudium im Bereich IT vorbereiten oder ihre Chancen zum Einstieg in eine Berufsausbildung im Bereich der IT-Berufe (IT-Systemelektroniker/in, IT-Systemkaufmann/frau, Informatikkaufmann/frau, Fachinformatiker/in) verbessern.
  • Energie-/Automatisierungstechnik
    Dieser Schwerpunkt bereitet ein Fachhochschulstudium Elektrotechnik bzw. Mechatronik vor oder erleichtert den Einstieg in industrielle Berufe mit entsprechendem Schwerpunkt (Elektroniker (Automatisierungstechnik), Mechatroniker).

Voraussetzungen
Voraussetzung für die Aufnahme in die zweijährige Höhere Berufsfachschule ist mindestens die Fachoberschulreife (Hauptschulabschluss Klasse 10 Typ B bzw. Sekundarabschluss I an Real- oder Gesamtschulen ohne Qualifikationsvermerk). Um erfolgreich mitarbeiten zu können, sollten die Leistungen - oder zumindest das Leistungsvermögen - in der Sekundarstufe I in Mathematik, ggf. in Informatik, Englisch und in den naturwissenschaftlich-technischen Fächern mindestens befriedigend gewesen sein. Darüber hinaus wird von den Schülerinnen und Schülern Interesse an Formalisierung, Mathematisierung und Problemlösung ggf. durch Modellbildung erwartet. Sie sollten für (computergestützte) Anwendungen im technischen Bereich aufgeschlossen sein und eine Neigung zur logischen Analyse besitzen.

Abschluss
In die Jahrgangsstufe 12 der Berufsfachschule wird versetzt, wer mindestens in allen Fächern die Note ausreichend und nur in einem Fach die Note mangelhaft erzielt hat. Die Klasse 12 der Berufsfachschule schließt mit der Fachhochschulreifeprüfung ab. Die Prüfung erfolgt in den Fächern Mathematik, Deutsch, Englisch und einem technischen Fach. Der Schüler erwirbt zunächst den schulischen Teil der Fachhochschulreife. Die Fachhochschulreife (FHR, Zulassung zur Fachhochschule) wird zuerkannt, wenn der Schüler zusätzlich ein halbjähriges Praktikum (24 Wochen s.u.), eine 2-jährige Berufsausbildung oder eine 2-jährige Berufstätigkeit nachweist.
Erweiterte berufliche Kenntnisse werden dem Schüler bescheinigt, wenn er in nicht mehr als einem Fach des berufsbezogenen Lernbereichs die Ausbildung mit der Note "mangelhaft" abgeschlossen hat.
Studien an der Fachhochschule dauern mindestens drei Jahre und schließen meist mit dem "Bachelor of Engineering" ab. Danach ist entweder ein sofortiger Berufseinstieg oder die Fortsetzung des Studiums zum "Master" an Fachhochschulen oder Universitäten möglich.

Organisation / Unterricht
Der Unterricht in in diesem Bildungsgang findet jeweils von Montag bis Freitag statt und umfasst ca. 34 Wochenstunden. (Typischer Stundenplan)

  Wochenstunden
Gesamtstundenzahl 34
Berufsbezogener Lernbereich 21
IT-Systemtechnik (IT) oder alternativ
Elektro-Systemtechnik (AT) *)
6
System- u. Anwendungssoftware (IT) oder alternativ
Mess-, Steuerungs- u. Regelungstechnik (AT) *)
5
Mathematik 3
Physik 2
Wirtschaftslehre 2
Englisch 3
Differenzierungsbereich (noch nicht festgelegt) 4
Berufsübergreifender Lernbereich  9
Deutsch / Kommunikation 3
Religionslehre 2
Politik / Gesellschaftslehre 2
Sport / Gesundheitsförderung 2

Praktika

Zur Zulassung zum Studium an einer Fachhochschule müssen Praktika von insgesamt 24 Wochen vor oder nach des Besuchs des Bildungsgangs oder während der Ferien geleistet werden. Davon werden vier Wochen im Rahmen der im Unterricht vermittelten berufspraktischen Verfahren und Inhalte angerechnet.

Ausdrucken kann man die Praktikumsregelungen sowie eine Praktikumsbescheinigung (bitte doppelseitig auf ein Blatt), ebenso einen Praktikumsvertrag.

Lernmittelfreiheit und Fahrtkostenerstattung werden nach den geltenden gesetzlichen Bestimmungen gewährt.

Der Besuch des Bildungsgangs der Berufsfachschule ist freiwillig. Daher müssen sich die Schülerinnen und Schüler für diesen Bildungsgang mit Lebenslauf und dem letzten Zeugnis bewerben. Diese Anmeldung / Bewerbung hat bis spätestens vier Wochen nach dem Erhalt der Halbjahreszeugnisse zu erfolgen, in der Regel bis zum 28. oder 29.Februar des Jahres.